Protestaktion für Geh- und Radweg beim Hbf
Bei der Unterführung neben dem Hauptbahnhof wird ein Geh- und Radweg in eine Abbiegespur für Autos umgewandelt. Dagegen gehen wir auf die Straße - am Donnerstag, dem 31.1., von 16:30 bis 17:30 Uhr. Treffpunkt ist um 16:15 am Europaplatz!

In der Eggenberger Straße (= Unterführung neben dem Hauptbahnhof) wird ein Geh- und Radweg in eine Abbiegespur für Autos umgewandelt. Der Grund dafür ist, dass weiter südlich die Unterführung in der Alten Poststraße gesperrt wird und die Stadt erwartet, dass viele Autos über diese Route ausweichen. Um Stau zu vermeiden, wird nun eine zusätzliche Abbiegespur in die Waagner-Biro-Straße errichtet - und dafür ein vor Kurzem errichteter Geh- und Radweg abgerissen.

Die Folge ist, dass Hunderte Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zwei Mal die Straßenseite wechseln müssen, und dazwischen den ohnehin schon stark frequentierten Geh- und Radweg auf der südlichen Seite der Straße nutzen müssen.

Auf Nachfrage meint die Stadt, dass sie den Verkehr flüssig halten müssen. Gemeint ist damit freilich nur den Kfz-Verkehr. Es ist also die klare Priorität, den Kfz-Verkehr flüssig zu halten.

Beim Fuß- und Radverkehr ist das egal: Hier wird der Verkehrsfluss durch Wartephasen an beiden Kreuzungen gebrochen. Das Abbremsen und Warten an diesen Kreuzungen sowie der stark frequentierte, gemischte Fuß- und Radweg erhöhen die Fahrzeit und verringern den Komfort. Das bedeutet eine Verschlechterung in Hinblick auf die beiden wichtigsten Faktoren in der Verkehrsmittelwahl! Dabei sind Fußgänger und Radfahrer in der Hinsicht ja ohnehin schon im Nachteil ...

Aber warum ist es so schlimm, wenn Autos ein paar Minuten im Stau stehen?
Und warum ist es nicht so schlimm, wenn Radfahrer*innen ein paar Minuten länger brauchen?

Aktionen wie diese sind ein wichtiger Grund, dass nicht mehr Menschen in Graz umsteigen. Alles, was die Stadt tut oder nicht tut, informiert die Menschen, welches Verhalten sich die Stadt von ihnen wünscht. Und mit solchen Maßnahmen zeigt sie: Wir wollen, dass Sie mit dem Auto fahren! In Zeiten von Klimawandel und Feinsstaub-Problemen ist das unverantwortlich, leider aber symptomatisch für die Grazer Verkehrspolitik.

Setzen wir dagegen ein Zeichen! Treffpunkt ist am Donnerstag, dem 31.01., um 16:15 Uhr am Europaplatz bei den Straßenbahn-Abgängen Richtung Süden. Die Protestaktion endet um spätestens 17:30 Uhr an der Kreuzung Eggenberger Straße / Waagner-Biro-Straße.

Die Protestaktion wurde als Versammlung fristgerecht bei der Stadt Graz angezeigt. Der Straßenbahn-Verkehr wird durch die Aktion nicht beeinträchtigt.

Kontakt: Christian Kozina (Tel. 0650/6416794)